Kleinseitner Brückentürme Malostranské mostecké věže

Zwei ungleich hohe Türme, die in unterschiedlichen Stilen erbaut wurden und durch ein Tor verbunden sind, bilden den Eingang zur Karlsbrücke von der Kleinseite aus. Der kleine Turm ist romanisch und stammt aus dem 12. Jahrhundert, die heutige Renaissancegestalt stammt aus dem Jahre 1591. Der höhere Turm aus dem Jahre 1464 folgt mit seiner spätgotischen Architektur dem Altstädtischen Brückenturm von Peter Parler. Von seinem Wandelgang aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf die vorbeifließende Moldau und den historischen Stadtkern.

Beschreibung des Objekts

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Kombinierte Eintrittskarte: Kleinseiter Brückenturm + Altstädter Brückenturm

  • Erwachsene: CZK 225
  • Ermäßigter Eintritt: CZK 150
  • Familieneintrittskarte: CZK 520

Multi-Eintrittskarte „8 Objekte in 365 Tagen

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Kinder bis 5 Jahre haben gratis Eintritt. Die ermäßigten Eintrittskarten sind für Kinder von 6 – 15 Jahre, Studierende bis 26 Jahre, Senioren über 65 Jahre und Personen mit Behinderungen ZTP bestimmt. Die Familieneintrittskarte gilt für 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder.

Die Geschichte der Bauwerke

Der niedrigere Brückenturm, genannt auch Judithturm, ist im Kern romanisch, stammt aus dem Beginn des 2. Viertels des 12. Jahrhunderts. Er ist offensichtlich älter als die Judithbrücke war. Er ist aus Pläner gebaut und war der Bestandteil der Verschanzung des linken Ufers. Die Reste des rustikalisierten Putzes, die Fensterumrahmungen, die Schilder und das Dach stammen aus der Zeit des Renaissanceumbaus aus dem Jahr 1591. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde im Turm ein Gefängnis für die schwersten Übertäter errichtet. Vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1784 diente er als Zollamt. Dann wechselte er mehrere Eigentümer und seit 1893 gehört er der Stadt. Der Turm ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. In den Kellerräumen erhielt sich ein Unikumkomplex von aus der Hälfte des 13. Jahrhunderts stammenden Gravüren, die menschliche Gestalten, Tiere und Waffen, einen achtzackigen Stern und eine Reihe der adeligen Wappen abbilden.

Dem Turm wurde ein kleines Haus angebaut, das man Zollhaus nannte. In seinem ersten Stock am Eingang in den kleineren Brückenturm befindet sich ein spätromanisches Plänerrelief, das die östliche Frontseite des Turms schmückte und bis zum 16. Jahrhundert von der Brücke zu sehen war. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es durch Zufall aufgedeckt, dann ein weiteres Halbjahrhundert unter der Verschalung versteckt. Im Jahre 1951 wurde es durch die Pflege des Künstlerisch-ökonomischen Museums behandelt und in den Jahren 1981 – 1983 vom akademischen Bildhauer Joschka Antek restauriert. Das Relief, bereits zum Zeitpunkt seiner Entdeckung erheblich beschädigt, wird durch eine große vorgeschobene Glastafel geschützt. Über die Herkunft und das Thema des Werks wird gestritten. Auf dem Relief gibt es zwei Figuren fast in der Lebensgröße: rechts gibt es einen auf dem Thron sitzenden Herrscher, der kniende Mann links scheint dem Herrscher irgendetwas zu reichen oder von ihm im Gegenteil irgendetwas zu übernehmen. Zu den akzeptierbarsten gehört die Meinung, dass es sich um den Kaiser Friedrich Barbarossa und den knienden König Vladislaus in dem Augenblick handelt, wenn der Kaiser Vladislaus die Königskrone überreicht. Eine weitere Meinung zieht zum Beispiel das Thema der Adoration von Přemysl Ottokar II. vor.
Der höhere Brückenturm wurde nach dem Jahr 1464 an der Stelle des älteren romanischen Turms gebaut und von Georg von Podiebrad finanziert. Seine Form schließt an die Konzeption des Altstädterbrückenturms Parlers an. Das Baumaterial bilden große Sandsteinquader. Auf dem Turm sind vorbereitete Nischen, in denen offenbar monumentale Statuen vorgesehen waren, deren Ausführung jedoch nicht zustande kam. Gründlich repariert wurde er in den Jahren 1874 – 1879 unter der Leitung des Arch. Joseph Mocker. Der Turm diente als Melde- und Abladestelle. Die Turmhöhe beträgt 45 m ohne Mohnkopf und Spitzen, der Wangelgang befindet sich in einer Höhe von 26 m. Der Turm ist der Öffentlichkeit zugänglich.

Durch das Tor zwischen den beiden Türmen geht man auf die Kleinseite ein. Das Tor hat eine Drempelmauer mit einer Zinne, es ist mit den Wappen der von Wenzel IV. beherrschten Länder versehen (der luxemburgische Löwe, der böhmische Löwe und das mährische Adlerweibchen, darunter das Wappen der Altstadt auf der Brückenseite, das Breslauer Adlerweibchen, der böhmische Löwe, das Unterlausitzer Wappen, darunter das Kleinseitner Wappen in die Brückenstraße). Das Tor ist nach 1411 an der Stelle eines älteren, zweifellos romanischen Baus, entstanden.

Öffnungszeit

januar - märz

ganze Woche: 10:00 - 18:00

april - mai

ganze Woche: 10:00 - 19:00

juni - august

ganze Woche: 09:00 - 21:00

september

ganze Woche: 10:00 - 19:00

oktober - november

ganze Woche: 10:00 - 18:00

dezember

ganze Woche: 10:00 - 20:00

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